Das Menschenbild Heinrich Boells
Bolls Romane -Billard um halbzehn-, -Ansichten eines Clowns-, -Gruppenbild mit Dame- haben bei ihrem Erscheinen das Zeitgefuhl einer ganzen Lesergeneration getroffen. Die vorliegende Untersuchung stellt jedoch nicht die zeitgebundenen Aktualitaten in den Vordergrund, sondern nimmt bei einem grundlegenderen Problem ihren Ausgang: der Frage nach dem Menschen. In der Wandlung des Menschenbildes bei Boll wird gezeigt, wie ein abstraktes, jenseitsorientiertes Weltverstandnis dadurch uberwunden wird, dass der Mensch in der Liebe und mit seinem Nachsten zum Gottlichen findet und so Gott die alltaglich-menschliche Sphare des Seins durchdringt."