In den Zwanziger Jahren wurden im rheinisch-westfälischen Industriegebiet längst fällige kommunale Gebietsreformen durchgeführt. Doch die Auseinandersetzung zwischen den einzelnen Städten und der preußischen Staatsregierung waren erheblich. Über ein "Mehr an Raum" zu verfügen, bedeutete einerseits, mehr Mach ausüben zu können, hatte aber für die eingemeindeten Städte andererseits aber den Verlust der kommunalen Selbstständigkeit zur Folge.
Das Buch zeigt anhand der kommunalen Gebietsreformen, in einer für Preußen so wichtigen Region, die Verflechtung lokaler, regionaler und gesamtstaatlicher Bemühungen um eine wirtschaftlich effiziente und sozial verträgliche Kommunalpolitik sowie um eine zukunftsträchtige Raumordnung.
Diesen langjährigen, bereits vor dem Ersten Weltkrieg einsetzenden Prozeß erläutert der Autor am Beispiel der Ruhrgebietsstädte.